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Scheidungsrecht

Seit Januar 2008 gilt ein neues Unterhaltsrecht, dass für das Scheidungsrecht sehr wichtig ist. Früher durften die Ehepartner nach einer Scheidung, zu Hause bei den Kindern bleiben.

Dies ist mit dem neuen Scheidungsrecht unmöglich, denn in erster Linie erhalten nur noch die Kinder Unterhalt. Die geschiedenen Ehepartner müssen sich eine Arbeit suchen, um für sich selbst aufzukommen.

Im Prinzip dürften sich die meisten Ehepartner nach einer Scheidung so fühlen, als wären sie nie verheiratet gewesen, weil sie keinen Anspruch auf Unterhalt haben. Es gibt nur ganz wenige Fälle, die bei der Scheidung doch Unterhalt zugesprochen bekommen.

Vermögensaufteilung

Das Scheidungsrecht dreht sich allerdings nicht nur um den Unterhalt. Es gilt auch, das Vermögen aufzuteilen, eventuell neue Versicherungen abzuschließen, sich wegen der Immobilie zu einigen, das Vermögen aufzuteilen und sich um die Altersvorsorge zu kümmern.

Das Scheidungsrecht sieht vor, dass die Eheleute sich das Vermögen zu gleichen Teilen aufteilen, das während der Ehezeit erwirtschaftet wurde. Dazu zählt aber nicht das Vermögen, das schon in die Ehe eingebracht wurde. Aber nicht alle Eheleute verfügen über Guthaben, sondern viele haben auch Schulden zusammen gemacht. Selbst diese werden nach dem Scheidungsrecht halbiert, so dass niemand der Eheleute diese alleine abtragen muss. Der Gütervertrag ist auch nach dem neuen Scheidungsrecht gültig.

Besitzen die Eheleute ein Haus, müssen sie sich darüber einige, wer in dem Haus verweilen darf. Wird man sich nicht einig, kann das Haus verkauft werden, damit man den Gewinn aufteilen kann. Die Frage wem das Haus gehört, lässt sich durch den Grundbucheintrag beantworten. Wer dort eingetragen ist, darf sich Eigentümer nennen. Wenn nur ein Ehepartner für die Kosten des Hauses aufkommt, kann er diese Kosten mit dem Unterhalt und dem Versorgungsausgleich verrechnen. Denn immerhin kann der andere Ehepartner, so kostenlos in einem Haus leben. Aus diesem Grunde wird das bei dem neuen Scheidungsrecht, als eine Art Unterhaltszahlung angesehen.

Für den Hausrat benötigt man nicht unbedingt einen Anwalt, wenn man sich an das Scheidungsrecht hält. Mittlerweile wird der Hausrat nicht danach aufgeteilt, wer was mit in die Ehe gebracht hat. Heute gilt die Regel: Wer braucht den Gegenstand dringender, oder ist sogar darauf angewiesen. Im Endeffekt sollen die Gegenstände aber so aufgeteilt werden, dass beide Ehepartner ungefähr den gleichen Wert erhalten. Durch diese Regelung, steht kein Ehepartner mehr ohne Hausrat da, wenn die Scheidung vollendet ist.

Wenn der Ehepartner nicht berufstätig ist

Bei den Versicherungen gibt es auch einige Änderungen. Die wichtigste ist wohl, dass sich der nicht berufstätige Ehepartner, nach einer neuen Versicherung umsehen muss, wenn die Scheidung ausgesprochen wurde. Insgesamt darf der Ehepartner noch drei Monate bei der Versicherung angemeldet sein, diese Zeit reicht, um sich eine eigene Versicherung zu suchen. Tritt man eine Arbeitsstelle an, kann man in die Betriebskasse einsteigen. Ansonsten muss jede gesetzliche Krankenkasse einem Beitritt zustimmen. Für das Kind wird sich nicht viel ändern, es darf in der Krankenkasse bleiben, bei der es auch vorher Mitglied war.

Das neue Scheidungsrecht verfügt über viele Änderungen, die ein Anwalt aber alle kennt. Er wird seinen Klienten bei allen Fragen gerne helfen.

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