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Bankrecht

Mit dem Bankrecht kommt irgendwann jeder einmal in Berührung. Früher wurde das Geld in irgendeiner Kiste unter dem Bett aufbewahrt, diese Zeiten sind vorbei. Heute besitzt eigentlich jeder ein Bankkonto, vielleicht sogar ein Online Bankkonto. Wer ist da nicht schon einmal mit folgenden Fragen konfrontiert worden:

Verlust von EC-/Kreditkarte

Was kann man bei Kartenmissbrauch tun? An wen wendet man sich mit Fragen bei Online - Bankgeschäften? Solchen und vielen weiteren Fragen begegnet man fast täglich. Man mag es kaum für möglich halten, aber die direkte Beeinflussung des Bankrechts auf unser Leben wird immer größer.

Was umfasst das Bankrecht eigentlich alles? Bankrecht ist das Recht der Geldvernichtung und der Geldschöpfung sowie des Geldumlaufs und der Geldaufbewahrung. Man kann sagen, das Bankrecht umfasst alle Angelegenheiten die mit Geld zu tun haben. Zum Beispiel regelt das Bankprivatrecht, dass die Bank unser eingezahltes Geld auf unseren Wunsch hin auszuzahlen hat. Das Bankrecht ist ein sehr umfangreiches Gebiet des Rechts. Es umfasst zum Beispiel auch das Börsen - und Wertpapierrecht, das Währungsrecht und das Bankaufsichtsrecht. Daraus leitet sich im Übrigen der Verbraucherschutz ab.

Ganze Bücher füllt übrigens auch das Kreditsicherungsrecht, welches wiederum zum Bankprivatrecht gehört. Dieser Teil des Bankrechts ist für uns Verbraucher auch der Wichtigste. Das Bankprivatrecht umfasst viele unserer Alltagsgeschäfte wie: Überweisungen, Gebühren der Banken, Lastschrifteneinzüge usw. Es beschäftigt sich mit Mängeln oder Fehlern in der Anlagenberatung, die von Banken/Finanzdienstleistern erbracht wurden. Dieser Fall tritt ein, wenn die Beratung nicht verbraucherorientiert war. Zum Bankrecht zählt auch die Prüfung von Darlehensverträgen sowie deren Rückabwicklung, aber auch der Kauf von Immobilien um diesen als Kapitalanlage zu nutzen.

Zahlungsverkehr und Aktienrecht

Desweiteren gehören zum Bankrecht der Zahlungs- und Wechselverkehr und auch das Aktienrecht. Gewährte und verwertete Kreditsicherheiten, sowie das Sicherheitsmanagement bilden den Schwerpunkt des Bankrechts. Die Verjährung ist ebenso ein zentrales Thema in diesem Rechtsgebiet. Die Schuldenrechtsreform vom 1.1.2002 hat die Verjährungsfristen, insbesondere für Beratungsfehler, in sehr vielen Fällen verändert.

Als Beispiel: Es lag vielleicht eine Verjährung aufgrund von Beratungsfehlern von 30 Jahren vor, so verkürzt sich diese, gemäß der Schuldenrechtsreform, nun auf 3 Jahre. Für ein Anlagegeschäft in Aktien, ausländische Staatsanleihen, festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds sowie Immobilien - und Immobilienfonds bedeutet das, dass man sich auf die Verjährung berufen kann, falls falsch beraten wurde.

Ein sogenanntes "Bankgesetzbuch" gibt es nicht. Einige Regelungen zum Beispiel über das Darlehen (§§ 607 ff. BGB) oder die Bürgschaft (§§ 705 ff. BGB) findet man im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Das Handelsgesetzbuch (HGB) befasst sich mit Vorschriften zum Thema Sicherungsrechte, dazu gehören die Kaufmannsbürgschaft, Kontokorrent, Zinsen und Provisionen. Weiterhin gibt es noch das Börsengesetz und das Kreditwesengesetz. Alles in allem ist das Bankrecht ein wirklich umfangreiches Thema, mit dem man sich in konkreten Fällen besser an einen, darauf spezialisierten Anwalt wendet.

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