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Arbeitsrecht

Mit der Entwicklung der Industrie im 19. Jahrhundert bildete sich in Europa ein besonderer Stand der Arbeitnehmer heraus, die zu Beginn in einer sehr schwierigen Lage waren. Der Staat regelte nur besonders herausragende Erscheinungen und das mit einer Zufallsgesetzgebung. Das eigentliche Arbeitsrecht mit einer zunehmenden gesetzlichen Regelung gibt es in Deutschland seit dem 1. Weltkrieg. Es gab eine Tendenz, den Arbeitnehmer stärker zu schützen.

Mit dem Arbeitsrecht werden die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geregelt. Das Arbeitsrecht sollte für den Arbeitgeber keine lästige Pflicht sein, sondern das Wohl der eigenen Mitarbeiter regeln und schützen. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Staaten gibt es in Deutschland kein einheitliches Arbeitsgesetzbuch. Das Arbeitsrecht wird in drei große Gruppen unterteilt. Das sind Individualarbeitsrecht, Kollektivarbeitsrecht und Arbeitsschutzrecht.

Das Individualarbeitsrecht

Beim Individualarbeitsrecht geht es in erster Linie um das Arbeitsvertragsrecht, also die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In dieser Gruppe des Arbeitsrechts werden die Regelungen des konkreten Arbeitgebers mit dem jeweiligen Arbeitnehmer geregelt. Kernstück des Individualarbeitsrechts ist der Arbeitsvertrag, der zwischen dem Arbeitgeber und jedem Arbeitnehmer abgeschlossen wird. Dazu gehören die Regelungen der genauen Tätigkeit, der Arbeitszeit, Urlaub und wie bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu verfahren ist.

Das kollektive Arbeitsrecht umfasst die juristische Ausgestaltung der betrieblichen Ordnung. Kernstück dabei ist das Betriebsverfassungsrecht. Hier werden besonders die Aufgaben, Stellung und Befugnisse des Betriebsrates festgelegt. Auch das Tarifrecht ist Teil des kollektiven Arbeitsrechts. Hier geht es um die vertragliche Gestaltung der Bedingungen für die Arbeit durch die einzelnen Tarifgruppen, Verbände und Gewerkschaften.

Gefahren vom Arbeitnehmer sollen durch das Arbeitsschutzrecht abgewandt werden. Es werden solche wichtigen Dinge wie:

Kündigungsschutz Kündigungsschutz

... Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Mutterschutz und Urlaub geregelt. Hierzu zählt auch das Sozialversicherungsrecht, wo Arbeitslosigkeit und Arbeitsvermittlung gesetzlich geregelt sind. Rechtsstreitigkeiten im Arbeitsrecht werden vor speziellen Arbeitsgerichten behandelt, wo extra qualifizierte Richter für Arbeitsrecht die Konflikte lösen sollen.

Hartz IV Konflikte fallen unter das Arbeitsrecht

Auch Konflikte mit Harz IV Empfängern wurden dem Arbeitsrecht zugeordnet, so dass sie die Arbeitsgerichte bearbeiten und entscheiden müssen. Es gibt heute zwei große politische Gruppen, die das Arbeitsrecht verändern möchten. Die eine Gruppe ist für mehr Staat mit zwingendären gesetzlichen Regelungen, wie zum Beispiel den Mindestlohn für alle Berufsgruppen. Hier wird auch eine stärkere Einbindung der Leiharbeiter mit gleichen Löhnen in den Unternehmen gefordert.

Die andere Gruppe möchte den so genannten übermäßigen Schutz der Arbeitnehmer weiter lockern, sowie den Einfluss von Gewerkschaften und Betriebsräten einschränken. Der freie Markt soll auch im Verhältnis Arbeitgeber und Arbeitnehmer stärker zum tragen kommen. Bei der Realisierung der Maßnahmen dieser Gruppe muss befürchtet werden, dass sicher auf anderem Niveau, wieder ähnliche Verhältnisse wie im 19. Jahrhundert entstehen können.

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